Synchronous Technology
Die Vereinigung von historienbasierter und freier Modellierung
Bislang mussten sich 3D-Konstrukteure entscheiden zwischen historienbasierter und parametrischer sowie freier Modelliertechnik - beide mit ihren jeweils eigenen Einschränkungen.
Die „Synchronous Technology" bricht mit diesem Nachteil: Sie ermöglicht erstmals eine featurebasierte und parametrische Modellierung, die zugleich vollkommen historienunabhängig ist und stellt damit die zukunftsweisende Synthese zwischen beiden Techniken dar.
Schnellere Änderungen
In der traditionellen parametrischen Konstruktion sind Feature-Technologie und -historie untrennbar miteinander verbunden. Auf der einen Seite ein Vorteil; baut man seine Modelle sequentiell richtig auf, lassen sich Änderungen und Anpassungen der Konstruktion sehr schnell ausführen.
Treten dagegen unvorhergesehenen Änderungen auf, die über die parametrisch bestimmten Teile des Modells hinausgehen, können die bis dahin definierten Regeln und Abhängigkeiten schnell zum Hindernis werden. Bisher bestand in diesem Fall die einzige Möglichkeit darin, das Modell zeitaufwändig neu aufzubauen.
Mit Synchronous Technology werden auf einem schnelleren Weg die Zwangsbedingungen modifiziert und eine Weiterverarbeitung ermöglicht.
Die Synchronous Technology schafft das bisherige Paradigma, dass parametrische Features und Konstruktionshistorie untrennbar miteinander verbunden sein müssen, aus der Welt. Im Unterschied zu den freien Modelliertechniken mancher Programme verzichtet die synchrone Technologie nicht grundsätzlich auf den den Schritt für Schritt wachsenden Feature-Baum, der die Historie der Konstruktion abbildet. Sie bietet aber die Freiheit, nachträglich an einer beliebigen Stelle in den Baum einzugreifen, Zwangsbedingungen lokal außer Kraft zu setzen, neue Beziehungen hinzufügen, Eltern-Kind-Verknüpfungen umzudrehen und Features unabhängig von ihrer Entstehung gezielt zu übersteuern.
Geometrische Eigenschaften und Konstruktionsregeln werden mit Synchronous Technology nicht mehr sequentiell abgearbeitet, sondern durch einen innovativen Schlussfolgerungs-Algorithmus, oder Inferenz-Algorithmus, synchronisiert.
Unvorhersehbare Konstruktionsänderungen können so einfach vorgenommen werden wie beim freien Modellieren und außerdem schneller, da parametrische Beziehungen nicht mehr vollständig entfernt, sondern nur teilweise überschrieben und aktualisiert werden.
Flexibilität und Kontrolle
Die revolutionärste Eigenschaft der Synchronous Technology ist, dass das nachträgliche Erstellen neuer Features und Zwangsbedingungen unabhängig von der Herkunft der Daten und der Existenz eines Featurebaums möglich ist. Das gilt auch und vor allem für importierte Geometrien.
Die Synchronous Technology bietet die Möglichkeit, importierte, „dumme" Geometrie (also ohne Feature-Informationen und Konstruktionshistorie) nachträglich mit „intelligenten" Features und Parametrik zu versehen. Sie verfügt außerdem über leistungsfähige Fähigkeiten zur Erkennung von Features und Beziehungen in importierten Datensätzen. So werden z.B. Verrundungen und Fasen, wiederkehrende Muster und zahlreiche geometrische Bauteil-Beziehungen automatisch erkannt und können über die Definition von Einschränkungen und Freiheitsgraden hochflexiblel gesteuert werden.
Komfortabler Wechsel ohne Datenmigration
Die Möglichkeit, importierte Daten schnell und unkompliziert zu ändern, macht die synchrone Modelliertechnik zu einem außerordentlich interessanten Werkzeug für Zulieferer. Ein einfacher Datenaustausch war bislang nur unter der Voraussetzung möglich, dass Lieferant und Auftraggeber dasselbe System nutzen. Mit der Synchronous Technology lassen sich CAD-Daten aus zahlreichen unterschiedlichen Systemen ohne großen Aufwand zusammenführen und weiterverwenden. Die synchrone Technologie erlaubt es, jeweils nur bestimmte Bereiche eines importierten Bauteils nachträglich zu parametrisieren, die geändert werden sollen. Darüber hinaus liefert sie Unternehmen neue Möglichkeiten, bestehende CAD-Systeme ohne aufwändige Datenmigration abzulösen. Sie können ihre Altdaten ganz nach Bedarf in die neue Umgebung einlesen und gezielt Änderungen und Weiterentwicklungen vornehmen, ohne Konstruktionen neu erstellen zu müssen.



